Workshop
Die Politische Ökonomie der Medien in Bolivien als Herausforderung für die Regierung Morales. Ansätze einer Reformierung des Mediensystems
Andreas Hetzer

Nach einem kurzen Überblick über die Medienlandschaft Boliviens soll erörtert werden, inwieweit traditionelle politische Eliten über die Medien die Neugründung des Staates durch die indigene Bevölkerungsmehrheit zu torpedieren versuchen. Seit seinem Machtantritt hat Evo Morales die Medienoligarchie zu seinen Erzfeinden erklärt und einige Reformen im Mediensektor in Angriff genommen. Gemeinsam mit den Teilnehmern des Workshops soll erarbeitet werden, ob diese zu einer Demokratisierung der Öffentlichkeit beitragen und welche Maßnahmen darüber hinaus ergriffen werden müssten, um eine politische Unabhängigkeit der Medien zu garantieren. Ergebnis des Workshops könnten konkrete Vorschläge für ein neues Mediengesetz sein, das in Bolivien im Moment die medienpolitischen Debatten beherrscht.

Zur Person
Andreas Hetzer studierte „Medien-Planung, -Entwicklung und -Beratung“ an der Universität Siegen und der Universidad Santiago de Compostela (Galizien, Spanien). Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Politische Ökonomie der Medien, Medienpolitik und Global Governance, politische und mediale Transformationsprozesse in Lateinamerika, Politische Kommunikation. Seit Oktober 2007 ist er Lehrkraft für besondere Aufgaben und Promovend im Fachbereich Politikwissenschaft an der Universität Siegen. Seine Promotion beschäftigt sich mit der Rolle von Medien in politischen Transitionsprozessen am Beispiel Boliviens.