Tagung: Los Medios de los Pueblos? Medien und Demokratie in Lateinamerika, Marburg http://losmediosdelospueblos.blogsport.de Tagung: Los Medios de los Pueblos? Medien und Demokratie in Lateinamerika, Marburg Thu, 24 Mar 2011 18:03:10 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Tagungsbericht in der aktuellen ILA http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/03/24/tagungsbericht-in-der-aktuellen-ila/ http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/03/24/tagungsbericht-in-der-aktuellen-ila/#comments Thu, 24 Mar 2011 18:03:10 +0000 Administrator http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/03/24/tagungsbericht-in-der-aktuellen-ila/ In der aktuellen März-Ausgabe der Zeitschrift ILA von der Informationsstelle Lateinamerika in Bonn ist unter dem Titel „Wer berichtet wie und warum?“ ein Tagungsbericht von Andreas Hetzer erschienen.

http://www.ila-bonn.de/

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Auswertung und Bericht der Tagung http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/02/21/auswertung-und-bericht-der-tagung/ http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/02/21/auswertung-und-bericht-der-tagung/#comments Mon, 21 Feb 2011 16:15:17 +0000 Administrator Allgemein http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/02/21/auswertung-und-bericht-der-tagung/ Über den Ablauf waren nahezu alle 100 Teilnehmenden voll zufrieden. Am Sonntag, den 30.1.2011 endete die Tagung „Los medios de los pueblos? Medien und Demokratie in Lateinamerika“ nach drei Tagen intensiver und spannender Diskussionen. Das Organisationsteam der Lateinamerika Gruppe Marburg hatte die Tagung langfristig vorbereitet, sodass das Konzept trotz zwei kurzfristiger Absagen von ReferentInnen aufging.

Ausgehend von einer Analyse der historischen, politischen und sozialen Hintergründe der Schwerpunktländer Bolivien, Ecuador, Argentinien und Venezuela sollten sich aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Medien und Demokratisierung genauer angeschaut werden. Die Schwerpunktsetzung ergab sich aus den aktuellen Reformanstrengungen im Medienbereich der Regierungen dieser Länder. Das Programm gliederte sich in vier zusammenhängende Bereiche:

1) Aktuelle Entwicklungen in Lateinamerika: Neue Mediengesetze und alte Machtverhältnisse
2) Analyse der deutschen Lateinamerikaberichterstattung
3) Lateinamerikaberichterstattung von Basismedien in Deutschland
4) Basismedien in Lateinamerika

Zum ersten Bereich lieferte Andreas Hetzer (Uni Siegen, ILA) einen Auftaktvortrag der zunächst in die Medientheorie einführte, bevor er einen Überblick über aktuelle Medienreformen in den Schwerpunktländern lieferte. Ein klassisches Sender/Empfänger-Modell wurde kritisiert und das neuartige und von der UNO international besonders anerkannte Recht auf Kommunikation herausgestellt, welches in den Verfassungen von Venezuela, Bolivien und Ecuador verankert wurde. Als Analyseperspektive wurde eine Kritik der politische Ökonomie der Medien angeboten.
Harald Neuber (amerika21, prensa latina) leistete im Anschluss eine kritische Bestandsaufnahme der Lateinamerikaberichterstattung deutschsprachiger Medien. In seinem Vortrag machte er deutlich, dass die Qualität vieler Informationen sehr schlecht sei. Das liege an der Verknappung der Nachrichten auf kurze Konsumwaren, am Abbau von Korrespondenzen und eigener Recherche und damit einhergehend an der häufigen Kopie von Berichten. Insgesamt seien viele Berichte ideologisch gefärbt und gegen die antineoliberalen Reformprojekte gerichtet.
Am Samstag Morgen war der Vortrag von Viviana Uriona (Promotionsstipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung, NPLA) trotz der frühen Uhrzeit sehr gut besucht. Das Interesse an den vielfältigen Medienprojekten in Lateinamerika war groß. Die praktischen Nutzen von kommunalen Medien im ländlichen Raum und der Gebrauch freier Medien für Gegeninformationen von politischen Bewegungen sei oft von besonderer Bedeutung, so Uriona. Regierungen haben die Förderung und den Aufbau dieser Projekte teilweise in ihre Agenda aufgenommen, wodurch jedoch auch ein Spannungsfeld entsteht. Denn der Anspruch und die demokratische Aufgabe der Basismedien sei doch, neben profitorientierten privaten und auch staatlichen Medien eine unabhängige und kritische Öffentlichkeit herzustellen.
Zu Abschluss des Blocks von Einführungsvorträgen erzählte Werner Rätz über Praxen alternativer Berichterstattung zu Lateinamerika in Deutschland. Er konnte in weiten Teilen auf persönliche Erfahrungen zurückgreifen. So ist Werner Rätz seit Entstehen der Informationsstelle Lateinamerika in Bonn Mitglied, die seit 1976 die Zeitschrift ILA herausgibt. Der Informationsstelle aus einem kritischen linken Anspruch heraus an der Übermittlung politisch relevanter Informationen gelegen, wie auch an einer Berichterstattung generell, die von Mainstreammedien nur sehr eingeschränkt geleistet wird.

In den Workshops wurden aufgeworfene Fragen vertiefend diskutiert und einzelne Länder genauer unter die Lupe genommen. Im Beitrag von Prof. em. Dieter Boris wurde noch einmal herausgestellt, wie die Militärdiktaturen und der in Lateinamerika besonders radikal umgesetzte Neoliberalismus zu einer starken Medienkonzentration führte. Auf diese Weise wurden private Medien, in Anbetracht der Schwäche politischer Parteien des Establishments seit den 90er Jahren, zu einer Art „Ersatzpartei“, die Interessen der herrschenden weißen kapitalistischen Klasse vertritt, so Boris.
Vor diesem Hintergrund wurden die Herausforderungen der medialen Opposition für die Regierung Morales in Bolivien und die Reformierung des Mediensystems betrachtet. Andreas Hetzer ging auf die Ausweitung staatlicher Medien und der Förderung kommunitärer Medien durch die Reformen der bolivianischen Regierung ein.
In Anbetracht ähnlicher Herausforderungen hat auch in Argentinien die Regierung de Kirchner die Initiativen für eine Demokratisierung des Mediensektors aufgenommen. Hier wurden zunächst einmal freie Medien legalisiert. Der Mediensektor soll nach dem neuen Mediengesetz in drei gleichberechtigte Teile gegliedert werden: Private Medienunternehmen, staatliche Medien und ein unabhängiger Non-Profit-Sektor. Für die Aufteilung der Frequenzen und Kontrolle wird ein Medienrat zusammengesetzt.
Ein Blick wurde auch auf Zentralamerika geworfen, wo in Diskussion um Gewalt und Sicherheit von den großen Medien vermeintlich gemeingefährliche „maras“ fokussiert werden. Über die Darstellung dieser Jugendbanden und deren Mitglieder wurde anhand von Bildern in einem Workshop von Prof. Anika Oettler diskutiert.
Da unser Blick aber nicht nur auf die Lateinamerika gerichtet war, sondern das Organisationsteam auch eigene Perspektiven, Strukturen und Initiativen debattieren wollte, lag Schwerpunkt auf Basismedien und alternativer Berichterstattung in Deutschland. In einem Workshop mit Viviana Uriona als Vertreterin des Nachrichtenpools Lateinamerika und Tobias Lambert als Redakteur der Lateinamerika Nachrichten wurden Möglichkeiten und Grenzen dieses Sektors gesammelt und besprochen. Nicht zuletzt ging es in dem Workshop auch um die Vernetzung der bestehenden Initiativen und der Sammlung neuer Ideen für Initiativen und Projekte, wofür auf der Tagung gezielt Raum geboten wurde. So weiteten sich die Diskussionen auf die Pausen aus, in denen auch Treffen vereinbart und Absprachen getroffen wurden. Diese Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und zum Dialog wurde von den Teilnehmenden sehr begrüßt und auch bei einem moderierten Vernetzungsfrühstück am Sonntag Vormittag genutzt. Erreicht wurden dadurch neben den vertretenen WissenschaftlerInnen und Medienschaffenden von amerika21, ILA, LN und NPLA auch interessierte „Neulinge“ auf dem Gebiet. Auch wurden eigene Ideen und Projekte vorgestellt und mit den Anwesenden diskutiert.

Bei der Podiumsdiskussion wurden zum Abschluss die Themenblöcke zusammengeführt und strittige Fragen konzentriert diskutiert. Auf dem Podium saßen neben dem Moderator Johannes Schulten, Harald Neuber, Viviana Uriona und Andreas Hetzer. Die Diskussionen wurden unter großer Beteiligung des Publikums geführt. Zu Beginn stellte Harald Neuber fest, dass der Mediensektor, wie die gesamten Gesellschaften der betrachteten Länder, tief gespalten und polarisiert seien. Viviana Uriona unterstrich, dass es einen langen Prozess hin zur Demokratisierung und Selbstermächtigung seit den Militärdiktaturen gegeben habe. Die neuen Mediengesetze seien nicht der Auslöser für den Wandel. Sie drücken in weiten Teilen die Forderungen von Basisaktivist_innen aus.
Wenig Zustimmung erhielt die Forderung von Ignazio Ramonet nach einer „Fünfen Gewalt“. Nach Edmund Burke werden die Medien bzw. der Journalismus als „vierte Gewalt“ im Machtgefüge eines Staates bezeichnet. Wie Ignacio Ramonet in seinem Artikel „Set the media free“, erschienen in Le monde diplomatique im Oktober 2003, darlegt, bestünde die Funktion der Medien in der Überwachung der anderen Gewalten. Missbrauchten Legislative, Exekutive oder Judikative ihre Macht, ist es die vierte Gewalt, die einzuschreiten und im Namen der Menschen die Vergehen anzuprangern habe. Da sich der Mediensektor in den letzten Jahrzehnten im Zeichen der Globalisierung jedoch stark gewandelt hat und zunehmend den Gesetzen des Marktes gehorcht, würden die Medien ihre Funktion als „Gegengewicht“ nicht mehr wahrnehmen. Die Problematik die aus dieser Entwicklung entstanden ist will Ramonet mit der Errichtung einer „fünften Gewalt“ lösen, die als zivilgesellschaftliches Organ gegen die Übermacht der Medien und der anderen Gewalten im Staat agiert. Ramonet schlägt die Gründung einer internationalen Vereinigung vor. Ethischen Prinzipien verpflichtet, bestünde diese aus drei Ebenen, jede mit gleichen Rechten: Auf der einen Seite professionelle und nicht-professionelle Journalisten aus allen Mediensparten, auf der anderen Seite Wissenschaftler aus allen Disziplinen, insbesondere jedoch Medienspezialisten und drittens Mediennutzer.
Die Beteiligung und Kontrolle durch zivilgesellschaftliche Gruppen und MediennutzerInnen spielte auch bei der Debatte um den internationalen Nachrichten-Fernsehsender „Telesur“ eine große Rolle. Hier wurden die unterschiedlichen Ansprüche an einen öffentlichen Mediensektor deutlich. Soziale Bewegungen hatten großen Anteil bei der Schaffung von Telesur, dessen Nachrichten aus Lateinamerika und von unten kommen sollten. So wurde zunächst auch eine starke Basisdemokratische Beteiligung sozialer Bewegungen durchgesetzt, die aber rasch an Gewicht verlor. Während Neuber betonte, dass es sich bei Telesur um ein klar internationales aber staatliches Projekt handele, dass erfolgreich ein Gegengewicht zu CNN setzt, erklärte Hetzer das Projekt gewissermaßen für gescheitert. Das gleiche Format zu übernehmen und mit anderen Inhalten zu füllen sei wenig revolutionär oder emanzipatorisch, denn die Inhalte sind schnell wandelbar. Es ginge laut Hetzer vielmehr darum den Mediensektor strukturell um ein öffentlich-rechtliches Modell zu erweitern. Dies müsse aber kein Gebührenmodell, wie in Deutschland sein, ein Modell was ohnehin nicht exportierbar sei. Wünschenswert wäre vielmehr ein Sektor, der aus öffentlichen Geldern finanziert ist, aber redaktionell unabhängig arbeiten kann. Eine Kontrolle dürfte nur rechtstaatlich erfolgen und nicht von der jeweiligen Exekutive bestimmt werden. Einen solchen Sektor könnten Basismedien ausfüllen. Sie dürften jedoch in Bezug auf ihre Reichweite auch nicht überschätzt werden. Ein wichtiger Faktor bei der Etablierung solcher unabhängiger öffentlicher Basismedien, sei die Professionalisierung. Malte Daniljuk (ebenfalls Autor bei amerika 21) fasste diesen Aspekt aus dem Publikum heraus zusammen. Für den Erfolg der Medien, müsse erstens eine gewisse Qualität des Programms und der Programmgestaltung gewährleistet werden. Zweitens müsse es die Möglichkeit für Mitarbeiter geben, sich über die Arbeit weiterzubilden und auch zu finanzieren. Wie wir abschließend erfahren konnten befindet sich amerika21 genau in einem solchen Prozess.
Derartige Prozesse hofft das Organisationsteam durch die Tagung begünstigt zu haben. Kontakte wurden geknüpft und Verabredungen getroffen, sodass Zusammenarbeit zwischen Projekten oder gar neue Projekte entstehen können. Die Diskussionen haben unsere Analysen geschärft und werden ihren Teil zu einer kritischen Öffentlichkeit und den Kampf um eine emanzipierte gerechte Gesellschaft beitragen.

(von Hanno Bruchmann und Maren Doepke)

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Die Tagung ist zuende – Wir danken für die spannenden Diskussionen http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/02/01/die-tagung-ist-zuende-wir-danken-fuer-die-spannenden-diskussionen/ http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/02/01/die-tagung-ist-zuende-wir-danken-fuer-die-spannenden-diskussionen/#comments Tue, 01 Feb 2011 19:48:08 +0000 Administrator Allgemein http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/02/01/die-tagung-ist-zuende-wir-danken-fuer-die-spannenden-diskussionen/ Danke an alle Teilnehmenden und die ReferentInnen für 3 Tage intensiver Debatte!

Auf ColoRadio aus Dresden gab es ein Interview mit einem vorläufigen Fazit der Lateinamerika Gruppe Marburg (hier zum anhören)

Auch auf amerika21 ist bereits eine Zusammenfassung erschienen (hier der Link).

Eure Lateinamerika Gruppe Marburg

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Tagung beginnt am heutigen Freitag http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/01/28/tagung-beginnt-am-heutigen-freitag/ http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/01/28/tagung-beginnt-am-heutigen-freitag/#comments Fri, 28 Jan 2011 09:46:39 +0000 Administrator Allgemein http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2011/01/28/tagung-beginnt-am-heutigen-freitag/ Wer sich nicht angemeldet hat ist selbstverständlich trotzdem herzlich willkommen!

Heute beginnt die Tagung „Los medios de los pueblos? Medien und Demokratie in Lateinamerika“ um 17:30 Uhr.

Los geht es mit dem Auftaktvortrag „Medienreformen in Lateinamerika und ihre Demokratie-Potenziale. Eine theoretisch fundierte Einführung“ von Andreas Hetzer. Anschließend macht Harald Neuber in seinem Vortrag eine „Kritische Bestandaufnahme der Lateinamerikaberichterstattung deutscher Medien“.

Am Samstag Abend wird zudem ein Film über den Putsch in Venezuela 2002 und die Mitwirkung der privaten Medien gezeigt. Darin ist der Ablauf des Putsches bis zur Wiederkehr der Regierung durch massive Proteste der Bevölkerung hautnah nachzuverfolgen. Auch eine Jahrelange Hetzkampagne von privaten Medien und ein blutiger Putsch konnte den bolivarischen Prozess nicht aufhalten.

Wir freuen uns auf Euch!

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Los medios de los Pueblos? Medien und Demokratie in Lateinamerika http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2010/01/08/erster-eintrag/ http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2010/01/08/erster-eintrag/#comments Fri, 08 Jan 2010 16:00:03 +0000 Administrator Allgemein http://losmediosdelospueblos.blogsport.de/2010/01/08/erster-eintrag/ Informaciones en castellano vea abajo

Tagung vom 28. – 30. Januar 2011 in Marburg

In Lateinamerika beschleunigten im Zuge neoliberaler Umstrukturierung seit den 1980er Jahren Deregulierung und Privatisierung die Konzentration der Medienmacht bei privaten Akteuren. Mit dem Amtsantritt von (Mitte)Links-Regierungen in einigen Ländern des Kontinents wurden neoliberale Wirtschafts- und Politikkonzepte (teilweise) verworfen. Das neuste Objekt staatlicher Transformation sind neue Mediengesetze. Wir fragen nach den gesellschaftlichen Entstehungskontexten und den beteiligten Akteur_innen, um letztlich der Frage nachzugehen: Wie demokratisch sind die neuen Medienpolitiken?

Der Fokus der Tagung liegt auf der Medienpolitik verschiedener lateinamerikanischer Länder und ihrer Darstellung in der deutschsprachigen Presse. Dabei wollen wir dem Paradox nachgehen, dass Gesetzesinitiativen und Regierungshandeln zwar auf die Schaffung demokratischer Öffentlichkeiten abzielen, viele deutsche Medien darin jedoch autoritäres Handeln und eine inschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit sehen.

Gleichzeitig gibt es in Lateinamerika nicht nur eine lange Tradition unabhängiger Basismedien, sondern auch einen neuen Boom von Bewegungsmedien, die von unten demokratische Öffentlichkeiten schaffen. Deswegen liegt ein weiterer Schwerpunkt der Tagung auf der Arbeit von Aktivist_innen und Basismedien. Hierzulande sind Basismedien oft existenziell gefährdet. Sie erhalten jedoch einen Raum für emanzipatorische Perspektiven und Berichterstattung von unten.

Vor diesem Hintergrund werden auf der Tagung vier zentrale Themenkomplexe behandelt:
1) Aktuelle Entwicklungen in Lateinamerika: Neue Mediengesetze und alte Machtverhältnisse
2) Analyse der deutschen Lateinamerikaberichterstattung
3) Lateinamerikaberichterstattung von Basismedien in Deutschland
4) Basismedien in Lateinamerika

Neben Vorträgen und Diskussionen bietet die Tagung Raum zur Vernetzung
zwischen Journalist_innen, Aktivist_innen von der Basis und
Wissenschaftler_innen, und soll somit auch dem gegenseitigen
Verständnis und Austausch dienen.
Wir freuen uns auf Euer Kommen und spannende Gespräche!

INFOMATERIAL

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Jingle 1

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Jingle 2

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Los medios de los pueblos? Medios de comunicación y Democracia en América Latina

Congreso en Marburgo

28. als 30. de enero 2011

¿Por qué esta solidaridad y esta empatía con los mineros chilenos? ¿Quién está interesado en informar sobre Latinoamérica, y por qué tiene este interés? A quién pertenecen los medios de comunicación, y por qué? ¿A quién deberían pertencer? ¿Y Hugo Chávez, por cuáles motivos es él el único exhibido en la tele con regularidad?

En Latinoamérica, el poder mediático se ha ido concentrando en pocas manos privadas desde las re-estructurizaciones con características neoliberales y la privaticzación de los medios en los años 80. No obstante, tras la elección de gobiernos centroizquierdistas en varios países del subcontinente estos conceptos políticos y económicos se han suspendido parcialmente. Los avances más actuales al nivel estatal son leyes de medios que tienen como meta la transformación del campo mediático. Durante el congreso vamos a debatir sobre los contextos sociales de las transformaciones y quiénes son l@s actor@s. Además se planteará la pregunta: ¿Las nuevas leyes y actitudes que abordan los medios, hasta que medida son democráticas?
Este congreso va a tener como tema principal la política de los medios de comunicación en diferentes países latinoamericanos y su representación en la prensa de habla alemana. También se abordará a la paradoja que afrontan las nuevas leyes de medios: mientras que las leyes y la actitud de los gobiernos están dirigidas a crear sociedades democráticas, los medios alemanes las interpretan mayoritariamente como intentos de coartar la libertad de la opinión y de la prensa. Acontecimientos en países donde violaciones de los derechos humanos o la persecución de periodistas suceden con regularidad parecen ofrecer menos peligro, según las informaciones suministradas.
Al mismo tiempo, Latinoamérica no sólo cuenta con una tradición larga de medios de base independientes sino también experimenta un nuevo auge de medios de los movimientos sociales que procuran crear esferas públicas democráticas “desde abajo”. Este sector está en pleno crecimiento y representa el sostén de varias reformas. Por ese motivo, otro eje tématico central del congreso será el trabajo de l@s activistas y de los medios alternativos. Dichos medios se pueden designar como ‘en peligro’. Sin embargo, obtienen posibilidades para emanciparse y para difundir informaciones desde Abajo.

Además de conferencias y debates el congreso ofrecerá a los periodistas, activistas y científic@s la posibildad de conectar y de así fomentar la comprensión mutua y el intercambio.  

A base este planteamiento, el congreso tratará los siguientes ejes temáticos:

1)Incidencias recientes en Latinoamérica: Nuevas leyes de medios y antiguo reparto de poderes
2)Análisis de la difusión de noticias sobre Latinoamérica en Alemania
3)Difusión de informaciones por parte de los medios de comuciación alternativos en Alemania
4)Medios independientes en América Latina

Programa del congreso:

(El congreso será en lengua alemana.
Si acudiesen participantes de habla castellana, organizamos entre todos
traducciones susurro)

Viernes, 28 de enero 2011

17.30– 17.45 h
Inauguración, Presentación de l@s conferenciantes

17.45– 19.00 h
Conferencia inaugural: Reformas de los medios de comunicación en Latinoamérica y sus capacidades democratizantes. Una introducción con base teórica
(Medienreformen in Lateinamerika und ihre Demokratie-Potenziale. Eine theoretisch fundierte Einführung)
Andreas Hetzer

19.15- 20.30 h
Conferencia: Inventario crítico de la difusión de informaciones sobre América Latina en los medios germanohablantes
(Kritische Bestandaufnahme der Lateinamerikaberichterstattung deutscher Medien)
Harald Neuber

A continuación: Cena

Sábado, 29 de enero 2011

9.00- 10.30 h
Conferencia: Medios alternativos latinoamericanos como componentes de esferas públicas democráticas
(Lateinamerikanische Basismedien als Teil demokratischer Öffentlichkeiten)
Viviana Uriona

11.00- 12.30 h
Conferencia: Difusión de informaciones más allá de los medios “mainstream“: Posibilidades y límites del periodismo alternativo
(Lateinamerikaberichterstattung jenseits der Mainstream-Medien: Möglichkeiten und Grenzen alternativen Journalismus von der Basis)
Werner Rätz

12.30- 14.00 h
Descanso

14.00- 16.00 h

1a sesión de talleres

Taller I
Ingo Malcher: Entre el ideal y el mercado – periodismo libre en contexto con la difusión de informaciónes sobre Latinoamérica en Alemania
(Zwischen Ideal und Markt – freier Journalismus in der deutschen Lateinamerikaberichterstattung)

Taller II
Dieter Boris: Gobiernos (centro-) izquierdistas y legislación de medios
( (Mitte)Links-Regierungen und Mediengesetzgebung)

Taller III
Tobias Lambert / Bettina Hoyer / Viviana Uriona: El trabajo de los medios y radios independientes en Alemania. Posibilidades y límites de la alternativa difusión de informaciones
(Die Arbeit von Basismedien und Basisradios in Deutschland. Möglichkeiten und Grenzen alternativer Lateinamerikaberichterstattung)

16.15-18.15h

2a sesión de talleres

Taller IV
Andreas Hetzer: La economía política de los medios de comunicación en Bolivia como desafío al Gobierno de Morales. Comienzos de una reforma del sistema mediático
(Die politische Ökonomie der Medien in Bolivien als Herausforderung für die Regierung Morales. Ansätze einer Reformierung des Mediensystems)

Taller V
Johannes Schulten/Kristy Schank: La democratización de los medios. El ejemplo de la Ley de Medios en Argentina dirigida a la re-estructurización de los medios audiovisuales
(Die Demokratisierung der Medien. Das Beispiel des argentinischen Gesetzes zur Neuordnung der
Radio- und Fernsehlandschaft.)

Taller VI
Anika Oettler / Peter Peetz: Maras, músculos, medios – Discursos sobre seguridad en los medios centroamericanos como instrumento de poder específico del sexo
(Maras, Muskeln, Medien – Sicherheitsdiskurse zentralamerikanischer Medien als geschlechtsspezifisches Herrschaftsinstrument)

18.30- 20.00h
Presentación y debate en pleno sobre los resultados obtenidos en los talleres

21.00h
Presentación de una película; charla

Domingo, 30 de enero 2011

9.00- 12.00h Worldcafé
Desayuno, con la posibilidad de conectar con otros participantes

12.00- 14.00h Mesa redonda
Posibilidades y límites de la difusión de informaciones sobre Latinoamérica en Alemania. Ideologías y estructuras entre estado, mercado y sociedad civil
(Möglichkeiten und Grenzen der deutschen Lateinamerikaberichterstattung: Ideologien und Strukturen zwischen Staat, Markt und Zivilgesellschaft)
Ingo Malcher, Harald Neuber, Viviana Uriona

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